Gegen Muskelkrämpfe wirkt Magnesium – wenig, bis gar nicht!

 

Was hilft, steht bei den meisten Menschen im Küchenschrank

- Gurkenwasser -

 

Ursachen für Muskelkrämpfe und meist betroffene Körperbereiche:

Manchmal sind Muskelkrämpfe auf eine neuronale (eine Nervenzelle betreffend) Störung zurückzuführen, so können beispielsweise eine Verletzung des Rückenmarks oder ein eingeklemmter Nerv am Nacken oder Rücken die Auslöser dafür sein.

Häufig handelt es sich um eine Überlastung oder Verletzung der Muskeln durch Überanstrengung.

 

Weitere Auslöser sind:

   Sportliche Aktivitäten, bei denen es zu einem Wassermangel kommt

   (Dehydrierung).

   Mineralienmangel, z. B. Kalium oder Kalzium.

   Durchblutungsstörungen.

 

Häufig betroffenen Körperregionen (Skelettmuskeln):

   Arme,

   Beine,

   Füße oder

   Waden.

 

Auch andere Körperteile können an Krämpfen leiden (glatte Muskeln):

   Gebährmutter,

   Darm oder Harnwege.

So z.B. waren die Fußballer eines Bundesligavereins ratlos, als sie Ihren Physiotherapeuten um Hilfe baten. Die immer wiederkehrenden Muskelkrämpfe in den Beinen, der Trainer hatte Ihnen Magnesium verordnet, wie es sooft empfohlen wird, half nicht.

Sie hatten nach wie vor Krämpfe und weitere Tests zeigten auf, dass den Spielern kein Magnesium fehlte. Der Trainer lies sogar die Schuhe der Profis überprüfen und am Ende auch noch den Rasen – die Ursache für die Krämpfe jedoch fanden sie nicht, bzw. eine Lösung war nicht gefunden.

 

Der Physiotherapeut André  Wolter aus Seevetal kannte das Problem. Wer von Krämpfen geplagt ist, Studien zufolge um bei 37% der Bevölkerung, stößt recht schnell auf Magnesium als Lösung, Ärzte und Apotheker empfehlen es, im Internet steht es als Tipp. Das Problem sei nur, sagt André Wolter: Magnesium hilft überhaupt nicht. Zwar trägt das Mineral zu einer normalen Muskelfunktion bei – und ein großer Mangel kann durchaus Krämpfe auslösen, doch meist liegt der Grund für die sehr schmerzhaften Kontraktionen (Anspannungen, Krämpfe) gar nicht im Muskel, sondern in den Nervenzellen des Rückenmarks! Deshalb lindert Magnesium keine Krämpfe – stattdessen hilft etwas ganz anderes.

 

 

Als André Wolter das erste Mal von der Lösung für das Problem las, in der Doktorarbeit des Amerikanischen Mediziners Kevin Miller, musste er den Begriff im Wörterbuch nachschlagen. „Pickle Juice“ war zu lesen: Der Saft von sauer eingelegten Gurken! Ein Milliliter Gurkenwasser pro Kilogramm Körpergewicht reduzierte in der Studie die Zeit, die ein Krampf anhält, von über zwei Minuten jetzt nur noch auf rund 85 Sekunden.

André Wolter war schon lange klar, das Magnesium Krämpfen nicht anhaben kann. Die meisten Experten wissen das. Eine Untersuchung der American Academy of Neurologie zeigte das bereits im Jahr 2010.

In einer zusammenfassenden Forschungsarbeit der Cochrane Library stand schon 2012: Magnesium helfe vielleicht (!) Schwangeren, sonst aber keinem. Ärzte empfehlen es dennoch viel zu häufig. Auch deshalb,  weil das Mineral zumindest nicht schadet und es bisher keine vernünftigen Alternativen gab.

Der Gurkensaft, den es in den USA inzwischen schon in kleinen Flaschen zu kaufen gibt, hilft aber nicht nur den Betroffenen – er stütz auch eine alte Theorie:

Schon im Jahre 1997 vermutete der Sportmediziner Martin Schwellnus aus Kapstadt (Südafrika), dass die meisten Krämpfe auf eine Problem im Rückenmark zurückgehen. Zwei Sensoren, die die Muskelspannung steuern, kommen dort aus dem Gleichgewicht und der Muskel verkrampft.

Das saure Gurkenwasser reduziert die Aktivität der Nervenzelle(n) die den Muskel anspannen. So verschwindet der Krampf.

Die Theorie erklärt auch, warum der verschreibungspflichtige, weil nicht ungefährliche Bitterstoff Chinin bisher das einzig wirksame Mittel gegen Krämpfe war: Er reduziert die Erregung zwischen Nervenfasern und Muskelfasern und zwingt so zur Entspannung.

 

 

Und - 9 Gründe warum du dein Gurkenwasser nicht wegwerfen solltest:

 

1. Um Sonnenbrand zu lindern

Tränke eine Wattebällchen in Essiggurkensaft und tupfe es auf den Sonnenbrand. Der Essig in der Flüssigkeit hilft, das brennende Gefühl zu lindern.

 

2. In einem Cocktail

Es wird nicht einfach sein, deine Gäste davon zu überzeugen, einen Gurken-Cocktail zu trinken. Aber dieses einfache Rezept hat schon mehr als eine Person verführt: Nimm einen Mixer und wirf ein wenig Eis hinein, zusammen 6 cl Vodka und 9 cl Gurkenwasser. Gut schütteln und dann in ein Martini-Glass füllen. Setze noch eine kleine Gurke in das Glas und trink aus! Und bitte denk daran, verantwortungsbewusst mit Alkohol umzugehen.

 

3. Gegen den Kater

Nach einer Party, bei der viel Alkohol im Spiel war, ist dein Körper wahrscheinlich dehydriert und der schmerzhafte Kater steht an. Bevor du wieder schlafen gehst, trink ein bisschen Gurkensaft und du wirst sehen (und fühlen), dass es dir am nächsten Tag viel besser geht!

 

4. Gegen Sodbrennen
Gurken werden oft in eine Mischung aus Essig und Honig eingelegt. Beide dieser Zutaten sind besonders gut für den Magen. Ein kleiner Schluck dieser säurehaltigen Mischung vor dem Essen kann helfen, Magenkrämpfen vorzubeugen.

 

5. Gegen Erkältungen und Halzschmerzen

Wenn die ersten Symptome beginnen, nimm einen Löffel Gurkensaft zu dir. Der Essig ist genauso effektiv wie Hustensirup und viel natürlicher.

 

6. Um zu kochen

Du kannst Gurkensaft in deiner Salatsoße als Ersatz für Essig verwenden oder ihn mit Joghurt mischen, um ein cremiges Salatdressing für grünen Salat, Eiersalat, Fisch oder Kartoffeln zu kreieren. Manche verwenden den Gurkensaft auch, um Fleisch zu marinieren, denn so wird es zarter. Du kannst den Gurkensaft auch verwenden, um den Fisch zu pochieren, um ihn noch schmackhafter zu machen.

 

7. Zum Frischhalten von Essen

Wenn du all deine Gurken aufgegessen hast, dann lege einfach gekochte Eier, Zwiebeln oder Knoblauch ins Glas mit dem übrig gebliebenen Gurkenwasser, um diesen Lebensmittel eine feine Note zu verleihen und sie noch haltbarer zu machen. Dieser Trick funktioniert auch mit Gemüse aus der Dose, wie zum Beispiel Tomaten, grüne Bohnen, Artischocken und Schwarzwurzel.

 

8. Um deine Kupfergegenstände zu säubern

Du musst nur ein bisschen Gurkensaft auf einen Schwamm geben und dann all deine Kupferobjekte schrubben, um sie wieder zum Glänzen zu bringen.

 

9. Zum Düngen und zur Unkrautvernichtung

Das hört sich ein wenig seltsam an, aber Gurkensaft ist in beiden Fällen sehr nützlich. Für Pflanzen aus der Familie der Lilien, Primeln oder Lupinen, die saure Erde lieben, ist Gurkensaft als Dünger sehr wirksam.

Aber das Unkraut in deinem Garten (Disteln oder Nesseln) musst du nur mit Gurkensaft wässern und es wird verschwinden.

 

 

 

Herzlichst Ihr „Gurken-Rüdi“

Rüdiger Nawrot